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06.10.2020
Neuartiges Coronavirus SARS-CoV-2
Therapie mit Thymuspeptiden könnte vor Ansteckung schützen und bei der Behandlung helfen

Was ist der Grund, dass vier von fünf Covid-19-Infektionen mild verlaufen, während die fünfte überaus heftig ausfällt und manchmal sogar tödlich endet? Dieser Frage ging Professor Dr. Janko Nikolich-Zugich von der University of Arizona nach und veröffentlichte die Ergebnisse seiner Forschung in der Zeitschrift "nature immunology"1). Er bezeichnete diese gegensätzliche Reaktion des Immunsystems als "Abenddämmerung der Abwehrkräfte" und meinte damit die so genannte Immunoseneszenz. Diese erklärt der Wissenschaftler mit den altersbedingten Veränderungen des Thymus, welche zur Folge haben, dass der Organismus mit zunehmendem Alter über immer weniger T-Zellen verfügt. Ab der Pubertät produziert der Thymus zehnmal weniger T-Zellen als in der Kindheit, sagt Nikolich-Zugich, im Alter von 40 bis 50 Jahren gibt es einen weiteren Rückgang um das Zehnfache 2). Professor Nikolich-Zugich: "Wir haben einfach weniger Soldaten, die es mit Angreifern zu tun haben, die wir noch nie zuvor erlebt haben, wie das neue Coronavirus."

Der Schlüssel für ein abwehrstarkes Immunsystem sind vom Thymus produzierte Thymuspeptide. Sie bilden die T-Zellen für ihre speziellen Aufgaben aus. Dazu gehört, dass sie krankmachende Einflüsse erkennen, beseitigen und die Bildung entsprechender, exakt abgestimmter Antikörper anregen. Gleichzeitig kontrollieren sie diese Immunantwort, um zu verhindern, dass in einer überschießenden Reaktion körpereigenes Gewebe angegriffen wird. Und sie speichern in ihrem Immungedächtnis, wie Krankheitserreger aussehen, damit sie bei einem erneuten Auftreten noch schneller erkannt und beseitigt werden können. Fehlt es an Thymuspeptiden, was mit zunehmendem Alter der Fall ist, geht damit zwangsläufig eine Schwächung der Körperabwehr einher.

Das könnte auch erklären, weshalb Covid-19 gerade bei älteren Patienten so häufig tödlich endet. Es fehlen T-Zellen, welche das neuartige Coronavirus nach dem Eindringen in den Organismus schnell erkennen und sofort angemessene Abwehrmaßnahmen einleiten. Gleichzeitig ist es dieses Defizit an T-Zellen, dass bei fortgeschrittener Infektion eine Entgleisung des Immunsystems nicht mehr abgebremst und ausgeglichen wird, so dass es schließlich zum tödlichen Zytokinsturm aufgrund einer Überreaktion kommt.

Da es bislang keine Medikamente und auch keine Impfung gegen das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 gibt, bleibt als einzige Möglichkeit, die mit dem Alter rückgebildete Aktivität des Thymus durch Injektionen mit Thymuspeptiden (Thymosand®) zu ersetzen. Untersuchungen mit 274 Patienten im Alter zwischen 50 und 80 Jahren zeigten, dass bereits nach drei Wochen Immuntherapie mit Thymosand®-Peptiden die Anzahl von zytotoxischen T-Zellen, die Krankheitserreger wie Viren direkt angreifen, deutlich erhöht war. Es ist davon auszugehen, dass sich diese T-Zellen auch gegen SARS-CoV-2 wenden.

Bislang wurden die Injektionen mit immunregulatorischen Thymuspeptiden seit über 40 Jahren an mehr als 50.000 Patienten mit großem Erfolg gegen andere Erkrankungen wie erhöhte Infektanfälligkeit, Autoimmunerkrankungen (insbesondere Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises) oder ergänzend zur Schulmedizin bei onkologischen Erkrankungen eingesetzt. Dieser lange Zeitraum sowie die große Zahl von Patienten lässt die Aussage zu, dass Nebenwirkungen oder Komplikationen so gut wie ausgeschlossen sind. Dies konnte auch in zwei Studien mit insgesamt 9.247 Patienten nachgewiesen werden (4), (5). Nur bei 1,37 Prozent der Behandelten kam es zu leichten Nebenwirkungen, nicht beherrschbare Nebenwirkungen, bleibende Beeinträchtigungen oder gar Todesfälle traten nicht auf.

Auch wenn es bislang dazu noch keine belastbaren Studienergebnisse gibt, so liegt dennoch nahe, dass Injektionen mit Thymuspeptiden einen Schutz vor Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus darstellen können. Gleichermaßen - insbesondere wegen der aktivierenden und zugleich harmonisierenden Wirkung auf das Immunsystem - könnten die Thymuspeptide begleitend zur Behandlung von Covid-19-Infektionen eingesetzt werden, da sie dann dazu beitragen, die Viren zu beseitigen und dem gefährlichen Zytokinsturm vorzubeugen.

Dies würde allerdings voraussetzen, dass Thymuspeptide von der neuen "Verordnung über das Verbot der Verwendung bestimmter Stoffe zur Herstellung von Arzneimitteln (Frischzellen-Verordnung)" ausgenommen werden, die demnächst in Kraft treten soll. Aufgrund mangelnder Kenntnisse und fehlender Differenzierung werden dort Thymuspeptide und Frischzellen in einen Topf geworfen. Während für Frischzellen nach zahlreichen, zum Teil tödlichen Komplikationen ein Verbot in der Tat angebracht ist, würde es für die Behandlung mit Thymuspeptiden das Ende eines bewährten, erfolgreichen und zukunftsweisenden Verfahrens bedeuten, von dem in der Vergangenheit Tausende Patienten mit teilweise schwersten Erkrankungen profitiert haben - und das heute zu einer wesentlichen Säule bei der Vorbeugung und Therapie von Covid-19 werden könnte.


1) Nikolich-Zugich J.: "The twilight of immunity: emerging concepts in aging of the immune system". Nature Immunology volume 19, pages10-19(2018), doi.org/10.1038/s41590-017-0006-x

2) Begley S.: "What explains Covid-19?s lethality for the elderly? Scientists look to ?twilight? of the immune system". STAT, March 30, 2020

3) Geesing, H., Schulte, H., Heidl, R.: Statistische Auswertung einer retrospektiven Erhebung am Schwarzwald Sanatorium Obertal zur Abschätzung des Risikos bei der Anwendung von Thymosand®. Baiersbronn-Obertal 1988

4) Pflugbeil, K., Schulte, H., Heidl, R.: Statistische Auswertung einer retrospektiven Erhebung am Schwarzwald Sanatorium Obertal zur Abschätzung des Risikos bei der Anwendung von Thymosand®. Baiersbronn-Obertal, 1994

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